Die Tage werden kuerzer und die Moskitos agressiver. Da teilweise nicht mal das Anti-Brumm die Viecher vertreibt, (die sind hier wohl haerteren Stoff gewohnt), fliehen wir teilweise schon um 19.00 Uhr in die unertraegliche Hitze unseres Wohnmobils, um dann doch die halbe Nacht wach zu liegen, um von der kuehlen Schweiz zu traeumen. Jetzt seht ihr mal, wie Elend wirs hier haben ;-) OK, das haben wir gewollt, da muessen wir jetzt durch. Das Moskitonetz ist montiert und die Gegend hier entschaedigt fuer vieles. Wir sind mitten in den argentinischen Suempfen, den Esteros del Ibera. Umgeben von 1000 verschiedenen Vogelarten, die hier kreuz und quer ueber den Campingplatz fliegen und spazieren. Inmitten von riesigen Froeschen, Eidechsen und anderen Reptilien, die mit uns das Bad teilen. So, dass der Gang auf die Toilette jedes Mal zur Expedition ins Tierreich wird. Im angrenzenden, Piranha verseuchten See tummeln sich bis zu 5 Meter lange Kaimane (eine Art Krokodil), und bis zu 8 Meter lange Anacondas! Der Campingplatzbesitzer sagt uns, es sei keine Seltenheit, ab und zu einen Kaiman vom Platz zu jagen. Yeah, waere zu geil, so ein Riesenteil vor dem Auto zu fotografieren. Doch leider laesst sich keiner der Killer blicken. Nur ne kleine Schlange versetzt die Besucherinnen des Damenklos in Aufregung. Frauen eben, hehehe. Was natuerlich der Brueller ist: Die Carpinchos, (sehen aus wie atomversaeuchte, ueberdimensionierte Meerschweinchen, die bis zu 1 Meter gross werden). Die spazieren hier rum wie bei uns die Kuehe auf den Weiden.
Wir machen dann noch eine gefuehrte Tierbeobachtungstour durch die Suempfe. Im Boot gehts bis zu 1 Meter ran an die Riesenechsen, die bewegungslos in der Sonne liegen, um Energie fuer die Jagd zu tanken. WOW, echt ein Hammerfeeling. Zum Glueck kann ich mich immer schoen hinter Katja verstecken. Eh, tut doch nicht so, sie ist halt die Fotografin... und waere bestimmt viel zarter zum essen als ich alte Speckschwarte.