Endlich kommt mein persoenliches Highlight, die Carretera. Habe schon so viel darueber gelesen und nun sind wir hier. Chile Chicco, ein kleines niedliches Staedtchen, ist der Ausgangspunkt fuer unsere wilde Fahrt. Zuerst noch Teer, spaeter Schotter und riesige Felsbrocken und am Schluss alles zerstoerende Wellblechpiste. Dass wir nur mit knapp 20 km/h unterwegs sind stoert mich wenig, die Aussicht ist einfach phantastisch. Waelder, Berge, Seen, Fluesse, noch schoener als in jedem Prospekt. Katja hingegen ist bei der ganzen Sache nicht so wohl, sie sitzt auf der Beifahrerseite gefaehrlich nahe am Abgrund. Teilweise ist die Strasse nur in den Berg gehauen. Links und rechts gehts entweder senkrecht rauf oder steil in den See runter. Doch unser Mobil meistert das Ganze ohne Probleme oder ist es das Koennen des Fahrers? Macho Macho, ich weiss. Aber he, wir sind im Land der Machos, also wieso nicht auch ich? Leider wird das Wetter immer wie mieser und wir koennen das Panorama nur noch erahnen. Mittlerweilen regnet es seit 2 Tagen ununterbrochen und wir moegen nicht mehr in unserem "Hausboot" auf besseres Wetter warten. Also packen wir unsere Sachen und fahren weiter. Nach knapp 30 km ist aber schon wieder Schluss, die ganze Strasse ist weggespuehlt. Lasst euch vom Foto nicht in die Irre fuehren, gleich rechts neben dem Einriss gehts steil runter, man erkennt es nur nicht... Klar waeren wir sonst rueber gehopst, was meint ihr denn!!! Also sitzen wir schon zum zweiten Mal fest. Komisch, in den Berichten die ich alle gelesen habe, war nie von Regen die Rede. Gefangen in einer kleinen Pension lernen wir aber ganz nette Leute kennen und freunden uns mit ihnen an. Die Eltern Bernardo und Padi, Grosi Rosa und der kleine Roberto. Sie laden uns in ihr Haus in Osorno ein, und falls wir irgendwelche Probleme haben, just call us. Merke: Aus allem Negativen entsteht auch was Positives... dass muss ich mir jedenfalls immer einreden, denn ich bin schon ziemlich enttaeuscht, dass mein Highlight jetzt so ein Reinfall ist. Vorallem, als es noch heisst: "Solches Wetter haben wir um diese Jahreszeit noch nie erlebt", gehts mir echt ans Eingemachte. Am naechsten Tag koennen wir aber schon wieder weiter. Ueber Stock und Stein und geflickte Strassen, gehts durch den Regen Richtung Coyhaique. Ab und zu kommt die Sonne fuer ein paar Minuten raus und hellt unsere Stimmung auf. Jetzt sind wir in diesem Coyhaique und machen ein paar Tage Pause. Danach gehts auf die zweite Etappe, die hoffentlich mit besserem Wetter gesegnet ist. Danke fuer eure Anteilnahme...