18.10.2009

Perhentian Kecil

Die Malaysier sind alles kleine Rennfahrer, denn auch dieser Minibusfahrer legt seine Karre in die Kurven, dass die Reifen quietschen. "Take it easy buddy", muessen wir dem Kleinen dann mal nach vorne schreien. Haben keinen Bock auf einen Unfall. Als wir nach einstuendiger Fahrt am Pier ankommen, steht schon unser Schnellboot auf die Perhentian Islands bereit. 2 x 240 PS Aussenbordmotore, sieht auf jeden Fall schon mal ziemlich schnell aus. Und, OU YEAH, es geht ab wie die Feuerwehr. Wir fliegen fast uebers Wasser. Als wir nach gut ueberstandenem "Flug" endlich die Insel erreichen, sehen einige Touris ziemlich mitgenommen aus. Eh, wers nicht vertragen kann, soll auf dem Festland bleiben. Wir landen am Long Beach auf Perhentian Kecil, der kleineren der zwei Perhentian Inseln. Der Beach ist atemberaubend. Ein wunderschoener, fast perfekter Halbmond aus schneeweissem Sand, mit azurblauem Wasser auf der einen und dichtem Dschungel auf der anderen Seite. Als wir aber nach langer Suche und schweisstreibendem Gelatsche im tiefen Sand keinen anstaendigen Bungalow finden, werden wir langsam ...... Zum Glueck ist aber auf Katja Verlass. Sie findet uns doch noch eine nette Bungalow-Anlage, schoen eingebettet zwischen Dschungel und Strand. Hier sehen wir dann mehr Tiere als auf all unseren Nationalpark-Trips zusammen. Vom 20 cm langem Gecko in unserem Badezimmer, ueber tausende Froesche, die uns mit ihrem naechtlichen Gequacke den Schlaf rauben. Ueber Ratten, die unsere Guetzli auf dem Nachttischli fressen. "Du Resu, tue mau mit dr Taschelampe zuende, naebe mim Chopf ufem Nachttischli raschlet gaeng oeppis!!!" Zum Glueck habe nur ich die zwei Nager im Licht der Taschenlampe erkannt, sonst haette es wohl ??? Zu guter letzt die Warane, die seelenruhig durch die Anlage spazieren. Angefangen vom kleinen Baby, bis zum 2 Meter Teil, das aussieht wie ein Drache, und auch genauso faucht, wenn man ihm zu nahe kommt. HAMMER! Nach ein paar Tagen lernen wir Meile und Rini aus Zuerich kennen, welche 2 Jahre auf Weltreise sind. Wir verstehen uns auf Anhieb und haben eine super Zeit zusammen. Schnorcheltrips zu Haien, Riesenschildkroeten und Fischen und Korallen in allen Formen, Farben und Groessen. Surfen am Long Beach oder den ganzen Tag in der Strandbeiz sitzen, Eiskaffee um Eiskaffee trinken und einfach schnurre, schnurre, schurre. Wir geniessen jede Sekunde und ehe wir uns versehen, sind 13 Tage schon rum. Zurueck auf dem Festland verbringen wir noch ein paar Naechte in Kota Bharu, der islamistischsten Stadt ganz Malaysias. Wir besuchen den farbenpraechtigen Nachtmarkt, das islamische Kulturzentrum, wo uns eine Trommel- und Batikshow gezeigt wird. Diverse Moscheen und Museen - bummeln einfach durch die Strassen, wo wir von den extrem freundlichen Malaysiern immer mit einem Laecheln gegruesst werden. Obwohl wir uns als “Westler”, zwischen all den vermummten Frauen ein bisschen fehl am Platz vorkommen, stossen wir nirgends auf Ablehnung. Wir geben uns auch Muehe, die Sitten hier zu respektieren und laufen immer nur in langen Kleidern rum. Einzig, dass man hier einfach hemmungslos “fueredrueckt”, schmaelert unsere Begeisterung fuer Kota Bharu ein bisschen.

Malaysia: Cameron Highlands & Perhentian