28.09.2009

Taman Negara Nationalpark

Frisch gestaerkt durch Kaffee und Toast, (den koennen wir jetzt bald nicht mehr sehen, aber schon zum Fruehstueck Reis oder Nudelsuppe liegt uns auch nicht), steigen wir in ein kleines Langboot Richtung Dschungel. Die Fahrt beginnt abenteuerlich, ein paar kleine Stromschnellen rauf, durch den dichten Dschungel, der immer enger und enger wird. Ab und zu sehen wir ein paar Affen, wie sie auf den nahen Baeumen rumturnen. Die frische Brise stroemt uns kuehlend wohl entgegen. Es ist richtig angenehm hier, auf dem Boden des Bootes zu sitzen und den Dschungel zu beobachten... die ersten paar Minuten, dann faengt dir der Arsch an zu schmerzen und die restlichen zweieinhalb Stunden rutscht du nur noch von einer Backe auf die andere. Endlich in Kuala Tahan angekommen, suchen wir erst mal ein Hotel. Die Hitze und die Luftfeuchtigkeit ist atemberaubend, die kleinste Bewegung und du schwitzt wie ein Ochse... oder ein Kaelbchen (Katja). Vollgespritzt mit Moskitospray, die Hosen unten brav in die Socken gesteckt (hilft gegen laestige Blutegel), tasten wir uns am naechsten Tag durch einen Dschungelpfad des Taman Negara Parkes. Nach gut einer Stunde Marsch, kommen wir zum 45 Meter hohen und 300 Meter langen Canopy Walk, einer Haengebruecke. Das Adrenalin schiesst schon gehoerig durch die Adern, wenn du auf dieser Hoehe, in den Baumgipfeln, ueber die wackeligen Planken balancierst. Danach nochmals eine Stunde weiter, steil bergauf, zum Mount Teresek, von wo aus man eine unglaubliche Aussicht auf die Berge und Taeler des Regenwaldes hat. Ausser ein paar ca. 1 Meter langen Leguane, Schmetterlingen und einem Eichhoernchen, haben wir leider keine Tiere gesehen, schade. Danach begeben wir uns mit einem eigenen Guide zu den Orang Asli, was auf malaysisch “Ureinwohner” heisst. Sie wohnen noch wie ihre Vorfahren im Dschungel in kleinen Bambushuetten und ernaehren sich von Tieren, die sie ab und zu jagen, aber hauptsaechlich von Fruechten und Beeren, die sie aus dem Dschungel sammeln. Wir lernen von ihnen wie man erfolgreich Feuer macht und mit dem Blasrohr ein Poulet vom Baum holt. Da unser Guide selber in diesem Dorf lebt, kann er uns noch viel detailierter Auskunft ueber die Gebraeuche und Sitten dieses Stammes geben. War wirklich eine einmalige Erfahrung. Voller Elan buchen wir am Abend noch eine 4x4 Nachtsafari, wir wollen noch ein paar Tiere sehen! Kurz gefasst, wir sitzen zu zwoelft auf einem kleinen Pickup, Kat und ich vorne auf dem Dach! Gesehen haben wir 3 Hausschweine, 2 Kuehe, 2 Katzen, 1 Eule und noch eine winzige Wildkatze. Waehrend der ganzen Tour hat es in Stroemen geregnet, wir waren durch und durch nass! Ein totaler Reinfall! Am naechsten Morgen um 6.00 klingelt der Wecker. Schlaftrunken rapple ich mich hoch und gehe ums Bett rum, um Licht zu machen. Ein Sprung und einen Schrei spaeter, stehe ich neben Katja auf dem Bett und wir begaffen mit weit aufgerissenen Augen den riesigen Skorpion, der angriffslustig, mit hochgestelltem Schwanz, vor unserem Bett steht. Shit, ich bin fast auf das Ding drauf getreten! Nach dem ersten Schrecken versuchen wir, das angressive Teil mittels einer grossen PET-Flasche aus dem Zimmer zu bugsieren. Was uns nach ein paar Minuten auch gelingt, aber die Flasche hat ein, zwei Stiche abbekommen. Jetzt erst mal alle Sachen gruendlich ausklopfen und nach weiterem Geviech ueberpruefen - war aber alles OK. Zum Glueck faehrt in 20 Minuten unser Bus, raus aus dem Dschungel und hoffentlich weit weg von den Krabbelviechern. Von nun an werden wir bestimmt vorsichtiger sein!

Malaysia: Kuala Lumpur & Taman Negara