Als sich die Tore von Helmis Campingplatz hinter uns geschlossen haben, fuehlen wir uns endlich in Sicherheit. Den ganzen Stress der letzten paar Stunden koennen wir hinter uns lassen und uns endlich entspannen. Obwohl Cusco ziemlich touristisch ist, erklaeren wir die Stadt zu unserem Staedtehighligt. Eine wunderschoene Plaza, atemberaubende Kathedralen, und niedliche Gaesschen, einfach genial. Da die Lage um Cusco herum ziemlich unklar ist, und es immer noch taeglich Strassenblockaden gibt, bleiben viele Traveler hier und warten bis sich die Lage beruhigt hat. Wir haben trotz allem eine super Zeit bei Helmi. Juelsch und seine Familie, die wir schon ein paar Mal unterwegs getroffen haben. Rolf und Bettina, denen wir es zu verdanken haben, dass wir einen “virenfreien” Laptop (mit spanischem Betriebssystem) kauften oder Gustavo der Taliban, der mit seiner Familie von Kanada nach Uruguay unterwegs ist, um dort in sein neues Haus zu ziehen. Zusammen besuchen wir das Inti Raymi Fest. Die Inkas feiern damit die Wintersonnenwende. Zuerst denken wir alle, dass die ganze, riesige Show, nur fuer die Touristen inszeniert wurde. Neben uns sitzen aber ein paar Quechua sprechende Peruaner, die die ganze Sache sehr ernst nehmen. Sie sind dann so freundlich und uebersetzen uns das ganze Spektakel, so dass wir so ziemlich die einzigen Touristen sind, die den wahren Hintergrund der Show erkennen. Nix mit Touristennepp. Die Einheimischen glauben an die Worte des Oberinkas, der auf dem Stadtplatz von Cusco laut in die Menge schreit. Von Helmis Campingplatz aus haben wir dann sogar die Moeglichkeit, die weitere Show in den spektakulaeren Ruinen von Sacsayhuamán zu verfolgen. Die Inkas schneiden auf dem Opferstein einem lebenden Lama das Herz raus und lesen daraus die Zukunft. Andere Laender, andere Sitten. Tags darauf ziehts alle weiter. Der Abschied faellt uns schwer, aber wir sind Reisende und es gibt noch viel zu entdecken. Die sagenumwobenen Ruinen von Machu Picchu sind unser naechstes Ziel. Morgens um 04.40 gehts los, zuerst mit dem Bus rauf zum Machu Picchu mit seinen 216 Ruinen. Dann sofort weiter zum Wayna Picchu, von dort aus hat man einen spektakulaeren Ueberblick ueber die Ruinen. Auf den Wayna Picchu werden nur 400 Personen raufgelassen. Katja und ich sind Nummer 5 und 6, die an diesem Morgen den Gipfel erklimmen - nicht schlecht, he!?! Die Aussicht von oben ist atemberaubend und jeden Schritt, der fast senkrechten Steintreppe wert, die eine gute Marschstunde nach oben fuehrt. Fuer Leute mit Hoehenangst oder schwachen Nerven ist der Aufstig nicht zu empfehlen, da es Abschnitte gibt, wo es neben der schmalen Treppe, hunderte von Metern senkrecht, runter ins Tal des Urubamba Flusses geht. Ja ja, die Inkas waren wilde Krieger. Stundenlang bestaunen wir dann die alten Steinruinen und Terrassen, die teilweise ueber steil abfallende Felswaenden gebaut wurden und probieren uns vorzustellen, wie das Leben dazumal wohl war. Machu Picchu ist definitiv ein Muss bei jeder Suedamerikareise. Die Facts zu Machu Picchu sind aber so unterschiedlich, dass wir hier gar nichts dazu schreiben wollen. Falls es euch interessiert, Google kennt ja jeder.