Gefahren sind wir exakt 22'304 Kilometer, davon ungefaehr 3'500 Kilometer auf Schotterpiste. Durch die Laender Argentinien, Chile, Brasilien, Bolivien und Peru. Wobei wir die letzten Monate groesstenteils auf Hoehen von ueber 3000 Meter ueber Meer waren, und meistens, tagsueber die Winterkleider und zum schlafen die Thermo-Unterwaesche, anhatten. (Da staunt ihr, gelle!) Regen hatten wir selten, Sonnenschein war eigentlich an der Tagesordnung, aber leider nicht so warm. Pneu wechseln mussten wir nur 3 Mal. Zum Mechaniker nur 1 Mal, wegen dem misslungenen Schanzensprung in Mendoza, wo etwas kleines unter dem Auto gebrochen ist. Rusty hat sich toll gemacht, der Motor lief einwandrei und wir hatten kein einziges Mal irgendwelche Probleme. Der Ausbau war super und hat sich bis ins kleinste Detail bewaehrt. Die Polizeikontrollen haben wir nicht mehr gezaehlt, waren aber bestimmt ueber 70!!! Grenzuebertritte gabs ungefaehr 20, weil wir kreuz und quer durch die verschiedenen Laender hin und her gefahren sind. Magenverstimmungen hatten wir ein paar, aber nur einmal wars bei Katja so schlimm, dass wir mit Antibiotika dahinter mussten. Den Rest haben wir mit Schnaps in den Griff gekriegt... ein Hoch auf den Fernet! Gegessen haben wir eigentlich immer Super, die Lebensmittelqualitaet ist locker mit der in der Schweiz vergleichbar. Trotzdem habe ich fast 15 Kilo abgenommen. Katja ist dagegen, nein, nicht 15 Kilo schwerer, sondern immer noch genau gleich. Trainiert haben wir auch ein paar Mal, aber nicht so vie,l wie wir eigentlich wollten. Erlebt haben wir so viel, dass nicht alles in meinem kleinen Hirnchen gespeichert werden konnte, war aber ein einmaliges Erlebnis! Beklaut wurden wir nie, eingebrochen wurde bei uns auch nie - im Gegensatz zu allen anderen, die wir kennen gelernt haben! Brenzlige Situationen erlebten wir einige, aber mit 2 Ausnahmen war das eigentlich nicht erwaehnenswert. Leute, Suedamerika ist nur halb so schlimm und gefaehrlich, wie euch immer eingetrichtert wird. Bolivien war unser absolutes Highlight der Reise, die Ruta 40 im windgeplagten und trostlosen Patagonien der absolute Tiefpunkt. Mit viel Wehmut und einer kleinen Traene im Augenwinkel haben wir am 23. Juli unseren geliebten "Rusty" (Bus) an Heike und Jan aus Deutschland verkauft. Wir hoffen, er leisten ihnen genau so treue Dienste, wie er uns geleistet hat.
Fazit: Wars die Reise wert? ABSOLUT UND JEDE SEKUNDE! Bis zum naechsten Mal Suedamerika, es gibt noch viel zu entdecken.......