Von Puno aus fahren wir nach Arequipa, der zweitgroessten Stadt Perus. Die Stadt liegt unmmittelbar am Fuss des kegelfoermigen Vulkans Misti (5822 m), der seinerseits von zwei wunderschoenen, schneebedeckten Bergen flankiert wird. Von der Placa aus sieht man die prunkvolle Kathedrale und im Hintergrund die drei spektakulaeren Berge. Ein wirklich majestaetischer Anblick. Danach besuchen wir das Monasterio Santa Catalina. Ein Kloster, in dem seit 1580 immer um die 100 Nonnen, in einer kleinen Stadt innerhalb der Stadt, hinter hohen Mauern und abgeschirmt von der Aussenwelt, leben. Es ist schwer sich vorzustellen, dass es immer noch Maedchen gibt, die sich ein Leben lang hinter diesen Steinwmauern verschanzen und sich ein solches Leben voller Entbehrungen aufbuerden. Nach den obligaten 2 Nachmittagen Kultur, geniessen wir nur noch unseren Campingplatz, die warme Sonne (endlich mal wieder) und den Supermarkt gleich um die Ecke. Essen, trinken, faulenzen... was fuer ein Leben. Nach 6 Tagen Sonne und Waerme sind wir wieder bereit fuer die Kaelte. Von Arequipa aus fuehrt unser Weg, ueber den 4800 Meter ueber Meer gelegenen Paso Alto, zum Cañón del Colca. Mit einer Tiefe von 3195 Meter, der zweittiefste Canyon der Welt. Am spaeten Nachmittag erreichen wir die Plattform, von wo aus man fast 3 Kilometer senkrecht in das Tal des Río Colca runter sieht. Einmalig! Aber eigentlich sind wir ja wegen der beruehmten Kondore, die hier haufenweise rumsegeln sollten, gekommen. Wir sehen bei Sonnenuntergang noch ein paar kleine, aber Morgen frueh sollen die Grossen rauskommen, hat uns der Parkwaechter gesagt. Dring Dring, 5.30 -Tagwache! Wir raus aus dem warmen, gemuetlichen Bettli und ab zum Felsvorsprung, bei dem die Kondore zu sehen sein sollten. Nach anderthalb Stunden warten und frieren, koennen die Viecher von uns aus "Poulet" sein. Wir gehen zurueck ins Auto! Kein Vogel weit und breit. Nach 2 Stunden aufwaermen, wagen wir nochmals einen Versuch. Schon auf dem Weg zum Felsvorsprung ueberfliegen uns drei der Ungeheuer. Mit einer Fluegelspannweite von ueber 3 Meter, wird dir schon anders, wenn dir die Viecher knapp ueber den Kopf hinweg fliegen. "Hesch se gfoetelet?", rufe ich Katja zu. "Nei, ig ha grad e chli schisse gha", winselt sie zurueck. Die naechsten zwei Stunden stehen wir mit offenem Mund an dem Canyonrand und bewundern die Kondore, wie sie im Aufwind ueber unsere Koepfe segeln. Bis zu 12 Stueck haben wir auf einmal um uns rum. Wenn sie dann ganz nah an dir vorbeifliegen, kannst du ihnen direkt in die Augen schauen und hoeren, wie der Wind in ihren Fluegeln bricht. Das war bestimmt eines der Highlights unserer bisherigen Reise. Schade geben die Fotos und das Filmli nur ein Bruchteil des Spektakels wieder, dass wir erlebt haben.