05.04.2009

Surfen in Floripa

Wir habens geschafft, wir sind im von allen gelobten, wunderschoenen Florianópolis. Weisse Sandstraende, atemberaubend schoene Buchten, einsame Plaetzchen... genau von so etwas traeumt jeder mal. Doch leider geht die Strasse zum Strand teilweise so steil rauf und runter, dass wir sogar im 2. Gang Muehe haben raufzukommen, um dann beim runterfahren die Bremsen so richtig schoen gluehen zu lassen. Und hintendran warten ungeduldig die Goldkettchen behangenen Brasilianer Macker, die ihre Stringschoenheit auf dem Beifahrersitz moeglichst schnell am Strand zum Schaulaufen haben wollen. Sehen und gesehen werden ist hier das Motto. Und uns sieht bestimmt jeder... weil er darauf wartet ueberholen zu koennen. Hehe, ihr koennt uns mal!!! Normalerweise machen wir brav Platz, aber diese Schleimer hier nerven wir nur zu gerne. Also cruisen wir easy die Strandpromenade entlang, im Schlepptau ein Haufen zu braun geratener Harry Haslers. Leider ist das Glueck nicht auf unserer Seite, Campingplatz um Campingplatz ist entweder geschlossen oder so verlottert, dass wir dort bestimmt nicht pennen wollen. Und die Surfschulen, die hier ueberall sein sollen, haben sich auch vor uns versteckt. Wir haben schon fast aufgegeben, als wir per Zufall doch noch nen schoenen Campingplatz finden. Kurz darauf lernen wir Pablo kennen, der uns die beste Surfschule weit und breit zeigt. ¨Jetzt kommts gut¨, freuen wir uns. Das nette Mueti an der Reception erklaert uns, bis zu dieser Schule sei es nur ca. 30 Min. Fussmarsch. Fuer einen richtigen Schweizer also 20 Min. lockeres gehen, rechnen wir aus. Denkste, es geht rauf und runter und wieder rauf und runter... nach guten 80 Min. erreichen wir endlich den Beach, wo gross angeschrieben ist: Escola de Surf, ONDA TROPICAL. Vor uns oeffnet sich eine wunderschoene, kleine Bucht mit angenehm regelmaessigen Anfaengerwellen. Die coolen Jungs im Surfshop und unser neuer Meister, ein in ganz Brasilien bekannter Surf-Profi, heissen uns herzlich WILLKOMMEN. Und schon bald stehen wir das erste Mal auf dem Brett, das fuer viele, das Leben bedeutet. Ein geiles Feeling! Ich schreibs ja nicht gerne, aber es muss einfach raus. Ich habe es auf den ersten Blick erkannt. Katja hat hier ihren Traumtypen gefunden. Strandgebraeunter Teint, strahlend blaue Augen, goldblonde schulterlange Haare und schneeweisse Zaehne. ¨Hei Chica, du hast den Neoprenanzug falsch rum an¨, zwinkert er ihr zu... und sie schmilzt dahin wie Butter in der Sonne. Danach schenkt er ihr noch sein niedliches, verschmitztes Laecheln... so eins wie wir mit 10 Jahren auch alle hatten! Denn aelter als zehn ist der Kleine bestimmt nicht. Aber schon ein Playboy wie aus dem Bilderbuch. Sorry Maedels, fuer diesen Traumtypen seid ihr, wie soll ich es diskret schreiben? Zuwenig jung, einbisschen zu alt, zu erfahren ??? Sucht euch was aus. Zuerueck zum Surfen: Ist verdammt schwierig, macht aber definitiv suechtig. Wir bleiben bestimmt noch 1-2 Wochen hier um dranzubleiben. Im Surfkurs lernen wir Torsten aus Berlin kennen. Er ist hier mit seiner Frau in den Flitterwochen. Zwischen uns hat sich ein kleiner Wettkampf angebahnt, wer die ganze Surfsache besser hinkriegt. Ich muss leider zaehneknirschend zugeben, dass er, im Moment die Nase vorne hat. Cool, wie James Bond 007 himself, hat er die Welle abgeritten, ein, zwei kleine Schritte im Sand gemacht und war schon bereit, an der Bar den Martini geruehrt, aber nicht geschuettelt, zu bestellen. Hut ab Torsten, dass war echt geil!!! Beim gemuetlichen Bierchen am Abend stellen wir fest, dass man, um eine Surfschule zu eroeffnen gar nicht surfen koennen muss. Wir kaufen den ganzen Laden samt Lehrer einfach auf und wir beide lassen am Strand den Coolen raushaengen. Torsten ist diesem Ziel aber bedaeutend naeher als wir. Er schaut sich schon in Floripa um, um hier ein Grundstueck zu kaufen wo sie dann eine Pousada (Hostel) bauen wollen. Wir wuenschen euch beiden viel Glueck und hoffen ihr findet ein super Grundstueck, um euren Traum zu verwirklichen. Hang Loose Surf-Super-Star T. Zum Schluss wieder Mal ein kleiner Tipp von mir an die Jungs: Geht nach einem Tag surfen, voller Sand und Wachs in den Shorts, nicht 80 Min. zu Fuss zum Campingplatz zuerueck. Liebe Gruesse von WOLF!!! (Frauen, fragt einfach einen Typen der im Militaer war, der erklaerts euch).

Florianópolis (Brasilien)