14.03.2009

Vollgas Richtung Brasilien

Den schnellgefassten Plan, via Brasilien, durchs tierreiche Pantanal, nach Bolivien zu fahren, haben wir nach dem Studium von Safetravel.ch schnell wieder verworfen. Malaria HOCHRISIKOGEBIET! Resli der Stinker macht sich keine Sorgen: "die kommen eh nicht zu mir". Aber das fein-riechende Kaeteli waere wohl ein lecker Dessert fuer die Moskitos. Also gehts nun via argentinische Suempfe, wo's genau so viel Geviech hat, nur ohne Malaria, Richtung Brasilien zum SURFEN& XEN. Soviel zur Theorie, in der Praxis heisst das, zuerst mal durch die smogverseuchte Millionenstadt Santiago de Chile. Komme mir vor wie in einem Videospiel auf Profi-Level. Bremsen, Gas geben, ausweichen, links, rechts, vorne, hinten ueberall hupts und blinkts... Schade, kann man nicht wie beim gamen, die Karren, die im Weg stehen, einfach wegknallen. Schweissgebadet, finden wir dann doch noch die Ausfahrt Richtung Argentinien. Das Schild ist super uebersichtlich an einen Holzpfosten genagelt, Groesse ca. 20cm x 50cm. Ist ja nur der Hauptuebergang von Chile nach Argentinien - ist wohl nicht so wichtig. Schon nach kurzer Fahrt gehts dann steil bergauf. 5.Gang, 4.Gang, 3.Gang, 2.Gang. Unser Mobil ist am kaempfen... und dass ist erst der Anfang. Die Strasse windet sich immer steiler werdend bergauf bis auf 3200m Passhoehe. Rusty, so haben wir unser rollendes Haus getauft, hat seine liebe Muehe mit der Hoehenluft... er pfeifft aus dem letzten Loch. Wenn wirs nicht besser wuessten, wuerden wir vermuten "der geht heimlich rauchen". Auf jeden Fall wird seine (Raucher)-Lunge heftig durchgeputzt. Auch wenn wir ein paar Stops einlegen muessen, um sein Kuehlerwasser wieder auf Normaltemeratur kommen zu lassen, erreichen wir doch noch nach schwindelerregender Bergfahrt die Passhoehe. Auf der anderen Seite runter gehts dann wie von selbst... und wenn's zu langsam ist, hilft dir ein freundlicher argentinischer Trucker, die dir so nahe auffahren, dass du die toten Fliegen in ihrem Kuehlergrill zaehlen kannst. Nur nicht nervoes werden, ueberholen werden sie dich bestimmt. Trotz allem, haben wirs ohne Lungenembolie und Herzinfarkt bis nach Mendoza geschafft und werden hier mal wieder einbisschen ausspannen und den vielgeruehmten Wein dieser Region degustieren... per Fahrrad natuerlich. DON'T DRINK AND DRIVE!!!