14.04.2009

Camping Fortalezza da Barra

Zwei Wochen haben wir uns nun hier erholt, surfen gelernt (mehr oder weniger) und Ferien von den Ferien gemacht. Tja, wie ihr seht, brauchen auch wir mal ein bisschen Erholung, hihihihi.... Wir haben hier viele nette Menschen kennengelernt und etliche neue Freundschaften geschlossen. Mit dem 20-jaehrigen Matthias, der auf dem Campingplatz lebt und sein Geld auf dem Bau verdient... weil man hier mit Flip Flops und Shorts auf der Baustelle rumtigern kann. Und, weil das "Gras" in Brasilien irgendwie besser ist, als das in Uruguay, wo er herkommt - erzaehlt er uns jedenfalls mit komisch glaenzenden Augen und einem breiten Grinsen. Oder Juan aus Chile, dessen Grossmutter Schneeberger heisst und aus Bern kommt, (genau wie Katjas Grosi). Evtl. sind sie ja sogar verwandt? Wir sind das noch am abklaeren. Oder der Aussteiger Marcos, der frueher fuer Nestle gearbeitet hat und jetzt von der ganzen Lebensmittel-Mafia die Schnauze voll hat. Jetzt ernaehrt er sich nur noch ¨makrobiologisch¨, oder sonst was in diese Richtung, und verkauft am Strand selbst gemachten Schmuck. Aber auf Bier und Zigaretten kann er trotzdem nicht verzichten ;-) Gino, der mit seiner Familie zum Wochenendurlaub kam und uns alle mit einem riesigen Reis-Fleisch-Eintopf bekocht hat. Fuer Katja und mich gabs dann noch als brasilianische Spezialitaet Huehnchen-Herz. Don´t try this at home!!! Leider war der Gute so betrunken, dass nicht mal die Brasilianer ihn verstanden haben, weshalb wir alle wohl mehr ueber ihn, als ueber seine Geschichten gelacht haben. Natuerlich auch Roberto und Yvonne aus Uruguay, die guten Seelen des Campingplatzes, die jeden Morgen alles blitzblank putzten und uns immer: ¨Hello my friend¨, zuruften. Zum Abschied haben sie uns dann sogar noch 2 Kettchen als Gluecksbringer geschenkt. Nicht zu vergessen Tadeo, der Campingplatz-Besitzer, der uns schon nach wenigen Minuten mit einem Caipirinha begruesste. Mit dem wir viele Stunden zusammen sassen, lachten, politisierten... und dabei so einige Bierchen zischten. Aber auch die schoenste Zeit geht mal vorbei, wir packen unsere Sachen und mit ein bisschen Wehmut gehts dann die Ostkueste Brasiliens entlang, um dann auf Hoehe Porto Alegre wieder Richtung Argentinien und dann Bolivien zu fahren.