Wie man einen Bus in Argentinien importiert.
Hallo, es kommt Schwung in die Sache. Unser Zollbroker Leo, cooler Surfertyp von der Marke "ich bin sowieso der geilste", zitiert uns in sein Buero. Hier das Vorgehen: Ihr muesst zu dem und diesem und jenem, Visitenkarte von mir zeigen und alles laeuft. Geile Sache denken wir, der Typ hats im Griff. Leider ist der Zolloberjuhe wenig begeistert, als wir ihm Leos Karte zeigen und er schmeisst uns mehr oder weniger aus dem Buero. WARTEN! Auch die Hilfe einer Agentin von Big L. hilft uns wenig. Nach langem warten sind wir die Ersten... die nicht mehr bedient werden. Ok, die Letzten werden am naechsten Tag die Ersten sein. Falsch gedacht, Viktor Zolloberjuhe, von denen gibt es uebrigens nur 3 in ganz Buenos Aires, uebersieht uns komischerweise und wir kriegen Wartenummer 13! - siehe Ueberschrift. Zum Glueck tauscht jemand mit uns ab und wir kriegen die Nummer 5. Nach ein paar Stunden sind wir endlich dran. Alle Unterlagen perfekt und Viktor hat nichts mehr auszusetzen. Unterschrift von ihm und gut. Doch halt, es fehlt noch eine Bestaetigungsnummer. Ratsch, das Blatt zerrissen und wir beiden fuehlen, wie uns langsam der Mageninhalt hochkommt. Zum Glueck hilft uns die Zollbrokerin, nach langem hin und her gibts doch noch eine Unterschrift. Geschafft! Muchas gracias Viktor gesagt, fuck you gedacht. Und alles mit dem schoensten Kuckident-Laecheln. Sofort zum Container-Terminal, hoffentlich reicht es heute noch, den Bus rauszubekommen. Bevor wir rein koennen, gibts erst mal ne Warnweste und einen Bauarbeiterhelm. Der zustaendige Beamte macht zwar nicht den fittesten Eindruck, aber es scheint, dass er sich uns trotzdem annimmt. Wir gehen zu den Containern, wo es geschaetzte 50 Grad sind. Der Teer ist schon weich und klebt an unseren Schuhsohlen. Dort ist euer Container. Unser Herz rast und das Adrealin schiesst nur so durch unsere Koerper. Alles Ok, nix kaputt, richtiger Container? Die Tuere geht auf und da steht er, unser Mazda. Das er hinten rechts einen Platten hat, stoert uns gar nicht. Es ist einfach schoen, ihn frisch und munter zu sehen. Sogar die Leute vom Zoll und die Hafenarbeiter haben Freude am Innenausbau und gratulieren uns. Nur die Waermefolie zur Isolierung macht sie neugierig... Drogen? Koennt ruhig nachschauen, ist alles sauber. Sie vertrauen uns und weil wir so nett sind, gibts noch mein schoenes Hyperlite-Cap mehr oder weniger freiwillig dazu. Was solls. Noch schnell den restlichen Papierkramm erledigen, rein in den Bus, quer durch Buenos Aires im Feierabendverkehr (Warnblinker rein, Arm zum Fenster raus, ab und zu hupen und du gehoerst dazu). Nach 30 Kilometer sind wir endlich on the road... die Ferien beginnen.